Das Wichtigste in Kürze:
- Für eine schnelle Anfrage benötigen Sie Kontur, Maße, Toleranzen, Werkstoffwunsch und Einsatzbedingungen.
- Der VDMA-Arbeitskreis „Elastomerdichtungen“ entwickelte eine Bestellunterlage, um ungeeignete Qualitäten früh zu vermeiden.
- Senden Sie Zeichnungen, Skizzen oder Muster gemeinsam mit Angaben zu Medium, Temperatur und Belastung.
Eine Zeichnung allein beschreibt noch nicht, wie eine Dichtung im Betrieb funktionieren muss. Entscheidend sind auch Medienkontakt, Temperatur, Druck, Montage und die gewünschte Lebensdauer. Gerade bei Reinigungsprozessen können sich Werkstoffe derselben Gruppe deutlich unterscheiden.
Gummidichtungen Maßgefertigt sind Dichtungen, deren Geometrie, Abmessungen und Werkstoffauswahl auf eine konkrete Anwendung abgestimmt werden.
SDGummi entwickelt individuelle Produkte aus Gummi oder findet wirtschaftlichere Lösungen für bestehende Produkte. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Angaben eine Anfrage belastbar macht und wie Sie Rückfragen in der Entwicklungsphase reduzieren. Laut SDGummi (o.J.) werden Gummidichtungen, Flachdichtungen und Formdichtungen individuell und maßgenau nach Zeichnungen oder Mustern gefertigt.
Warum vollständige Angaben die Anfrage beschleunigen
Eine vollständige Anfrage trennt die reine Geometrie von den funktionalen Anforderungen. Das ist wichtig, weil ein identisches Profil je nach Medium, Temperatur oder mechanischer Belastung aus unterschiedlichen Elastomeren gefertigt werden muss. Eine präzise Zeichnung hilft bei der Kontur; sie ersetzt aber keine Beschreibung des Einsatzes.
Zeichnung, Skizze oder Muster
Am besten stellen Sie eine aktuelle technische Zeichnung mit Ansichten, Maßen und Toleranzen bereit. Fehlt eine Zeichnung, können eine saubere Skizze, ein 3D-Datensatz, eine Produktbeschreibung oder ein vorhandenes Muster als Ausgangspunkt dienen. Wichtig ist, dass klar erkennbar bleibt, welche Maße funktionskritisch sind.
Kennzeichnen Sie deshalb:
- Dichtflächen und Kontaktbereiche
- Einbaurichtung und Montageweg
- Nutmaße oder Gegenkonturen
- Bereiche mit Bewegung oder Druckbelastung
- Maße, die nicht verändert werden dürfen
Bei Bestandsprodukten lohnt sich außerdem die Angabe, ob die Dichtung ersetzt, verbessert oder lediglich nachgebildet werden soll. SDGummi fertigt Dichtungen laut eigener Leistungsbeschreibung individuell und maßgenau nach Zeichnungen oder Mustern (SDGummi).
Funktion vor Materialname
Ein häufiger Fehler ist die ausschließliche Vorgabe „Gummi“ oder „Silikon“. Diese Bezeichnung reicht für eine technische Auswahl meist nicht aus. Beschreiben Sie stattdessen die Aufgabe: Abdichten gegen welches Medium, bei welcher Temperatur und unter welcher mechanischen Beanspruchung?
„Eine vom Arbeitskreis ‚Elastomerdichtungen‘ in der VDMA-Fachabteilung ‚Sterile Verfahrenstechnik‘ entwickelte Bestellunterlage soll helfen, Dichtungsausfälle aufgrund ungeeigneter Qualitäten zu vermeiden.“ – KGK Rubberpoint, Marktbericht (Zusammenfassung VDMA-Arbeitskreis „Elastomerdichtungen“)
Die Aussage zeigt den praktischen Kern: Eine strukturierte Bestellunterlage soll die Werkstoffauswahl nachvollziehbar machen, bevor ungeeignete Qualitäten zu Ausfällen führen.

Gummidichtungen Maßgefertigt nach Zeichnung anfragen
Für eine belastbare Anfrage brauchen Sie vier Informationsgruppen: Geometrie, Toleranzen, Werkstoff und Einsatzbedingungen. Je konkreter diese Angaben ausfallen, desto gezielter lässt sich prüfen, ob ein vorhandenes Material, ein Musterwerkzeug oder eine angepasste Entwicklung passt.
Geometrie und Abmessungen
Nennen Sie nicht nur den Außendurchmesser oder die Gesamtlänge. Relevant sind alle Maße, die die Dichtfunktion beeinflussen. Dazu gehören Querschnitt, Wandstärke, Nutbreite, Nutttiefe, Radien, Bohrungen, Übergänge und eventuelle Stoßstellen. Bei Profildichtungen ist außerdem die genaue Profilform entscheidend.
Bei einer Flachdichtung sollten Sie die Kontur, Materialstärke, Lochbilder und Dichtflächen beschreiben. Bei einem Formteil benötigen Sie zusätzlich Angaben zu Hinterschnitten, Entformung, Einbaulage und sichtbaren Trennstellen, sofern diese für die Anwendung wichtig sind.
Toleranzen und Oberflächen
Eine Anfrage wird deutlich aussagekräftiger, wenn Sie Toleranzen direkt an den funktionsrelevanten Maßen angeben. Fehlen diese, muss zunächst geklärt werden, welche Abweichungen die Montage oder Dichtwirkung noch zulässt.
Beschreiben Sie außerdem die Gegenfläche. Eine Dichtung arbeitet nicht unabhängig vom Einbauraum. Rauheit, Kanten, Spalte, Verpressung und Bewegungen beeinflussen die Funktion. Bei dynamischen Anwendungen sind Hub, Geschwindigkeit und Bewegungsart wichtige Angaben; bei statischen Dichtungen stehen Verpressung und Flächenkontakt stärker im Vordergrund.
Einsatzbedingungen und Medienkontakt
Listen Sie alle Medien auf, mit denen das Bauteil in Kontakt kommt. Dazu können Prozessmedien, Reinigungsmittel, Öle, Fette, Wasser, Dampf oder chemische Gemische gehören. Ergänzen Sie Temperaturbereiche, Druck, Reinigungszyklen und die Dauer des Kontakts.
Auch die Umgebung zählt. UV-Strahlung, Ozon, Abrieb, Feuchtigkeit und häufige Montagevorgänge verändern die Anforderungen. Eine kurze Anwendungsskizze ist häufig hilfreicher als eine allgemeine Materialbezeichnung.
Werkstoffauswahl: Mehr als nur EPDM oder FKM
Die Werkstoffauswahl sollte an der realen Anwendung beginnen. Kurzzeichen wie EPDM, FKM, NBR oder VMQ erleichtern die Kommunikation, ersetzen aber keine Prüfung von Medium, Temperatur und Belastung.
Temperatur und Medium
Gummi und Silikon unterscheiden sich unter anderem bei Temperaturverhalten, Druckverformung, Medienbeständigkeit und mechanischer Belastbarkeit. Entscheidend ist daher nicht, welcher Werkstoff allgemein bekannt ist, sondern ob er im konkreten Einsatz seine Dichtfunktion behält.
Geben Sie die minimale und maximale Betriebstemperatur an. Falls kurzfristige Spitzen auftreten, sollten Sie diese separat nennen. Ebenso wichtig ist die Information, ob die Dichtung dauerhaft, zyklisch oder nur gelegentlich mit dem Medium in Kontakt kommt.
CIP-Reinigung und Qualitätsunterschiede
Bei Anlagen mit Clean-in-Place-Reinigung müssen Reinigungsmedien und Prozessablauf in die Auswahl einfließen. Ein Versuchsprojekt von Busak+Shamban in Stuttgart untersuchte den Einfluss von CIP-Reinigungsmedien auf Dichtungswerkstoffe. Dabei zeigten sich innerhalb der Werkstoffgruppe EPDM sehr große Qualitätsunterschiede.
„Dabei ergaben sich innerhalb der Werkstoffgruppe EPDM sehr große Qualitätsunterschiede.“ – KGK Rubberpoint, Marktbericht (Versuchsprojekt CIP-Reinigungsmedien)
Diese Erkenntnis lässt sich direkt auf die Anfrage übertragen: „EPDM“ allein beschreibt die Anwendung noch nicht ausreichend. Fragen Sie nach der konkreten Mischung, den relevanten Beständigkeitsdaten und der vorgesehenen Einsatzumgebung.
Für keimarme oder sterile Verfahrenstechniken stellt der VDMA Werkstoffdatenblätter für Elastomer-Dichtungswerkstoffe bereit. Diese Dokumentation unterstützt die technische Bewertung, ersetzt aber nicht die Abstimmung der konkreten Betriebsbedingungen.
Kurzzeichen richtig verwenden
DIN ISO 1629 klassifiziert Kautschuktypen anhand der chemischen Zusammensetzung der Polymerkette. Laut webstore.ansi.org (o.J.) beschreibt DIN ISO 1629:2004 DE die Einteilung und Kurzzeichen für Kautschuk und Latices.
Kurzzeichen dienen als genormte Kurzschreibweisen für wichtige Polymere. Zusätzliche Buchstaben können besondere Eigenschaften kennzeichnen. Laut Wikipedia (o.J.) werden Kurzzeichen bei Kunststoffen und Kautschuken zur verkürzten Kennzeichnung von Werkstofftypen verwendet. In Ihrer Anfrage sollten Sie daher das Kurzzeichen mit Härte, Farbe, Temperaturbereich und Medienkontakt verbinden, sofern diese Angaben feststehen.

Welche Unterlagen Sie für ein belastbares Angebot senden sollten
Ein gutes Anfragepaket muss nicht umfangreich sein. Es muss die richtigen Informationen enthalten und Widersprüche zwischen Zeichnung, Muster und Beschreibung vermeiden.
Technische Daten
Senden Sie möglichst:
- technische Zeichnung als PDF und, falls vorhanden, 3D-Daten
- Skizze oder Produktbeschreibung bei unvollständiger Zeichnung
- Werkstoffvorgabe oder gewünschte Materialeigenschaften
- Härte, Farbe und Oberflächenanforderungen
- Temperaturbereich, Medium und Reinigungsverfahren
- Druck, Bewegung, Verpressung und Montagebedingungen
- Jahresbedarf oder geplante Stückzahlen, sofern bereits bekannt
- Anforderungen an Muster, Erstmuster und Serienfertigung
Die Stückzahl ist nicht nur eine kaufmännische Information. Sie beeinflusst auch die Frage, ob ein bestehendes Verfahren, eine Anpassung oder eine neue Werkzeuglösung sinnvoll ist. Wenn Sie nur eine einzelne Dichtung benötigen, teilen Sie trotzdem mit, ob später weitere Bauteile folgen sollen.
Muster und Bestandsbauteile
Ein Muster kann wichtige Informationen liefern, die in einer alten Zeichnung fehlen. Dazu zählen tatsächliche Querschnitte, Alterungserscheinungen, Einbauspuren oder lokale Verformungen. Das Muster sollte jedoch eindeutig gekennzeichnet sein: Ist es ein funktionsfähiges Original, ein beschädigtes Teil oder bereits eine fehlerhafte Ersatzlösung?
Bei einer wirtschaftlichen Optimierung des Bestandsprodukts sollten Sie außerdem angeben, welches Problem gelöst werden soll. Typische Ziele sind geringerer Montageaufwand, weniger Austausch, bessere Medienbeständigkeit oder eine vereinfachte Beschaffung. Eine technische Alternative sollte die Funktion erhalten und zugleich zur vorhandenen Konstruktion passen.
Mini-Checkliste für Ihre Anfrage
Vor dem Versand prüfen Sie:
- Sind alle funktionskritischen Maße und Toleranzen markiert?
- Ist der tatsächliche Medienkontakt einschließlich Reinigungsmittel beschrieben?
- Sind minimale, maximale und kurzfristige Temperaturen getrennt angegeben?
- Ist klar, ob Sie eine Neuentwicklung, einen Ersatz oder eine Optimierung suchen?
- Sind Zeichnung, Muster und Beschreibung auf demselben Versionsstand?
Toleranzen, Normbezug und technische Abstimmung
Toleranzen sollten aus der Funktion abgeleitet werden. Eine sehr enge Vorgabe ist nicht automatisch besser, wenn die Konstruktion größere Abweichungen zulässt. Umgekehrt darf eine kritische Dichtfläche nicht mit allgemeinen Maßangaben behandelt werden.
DIN 7715-5 als Orientierung
DIN 7715-5 trägt den Titel „Rubber products; dimensional tolerances, rubber sheets and products made from sheets“. Sie behandelt Maßtoleranzen für Gummiplatten und Produkte aus Platten. Die Normangabe stammt aus DIN 7715-5, Ausgabe 1979-11.
Für bestimmte Liefernormen und Artikelgruppen werden Längenmaße nach DIN 7715-5, Teil 5, sowie Dickenmaße nach Teil 5, P3 genannt. Ob dieser Rahmen für Ihr Bauteil passt, hängt von Fertigungsverfahren, Geometrie und Funktion ab. Geben Sie eine gewünschte Norm oder Toleranzklasse deshalb nicht ungeprüft vor, sondern kennzeichnen Sie sie als verbindliche Anforderung oder als Orientierung.
Shorehärte und Maßangaben
Die Shorehärte beeinflusst Montageverhalten, Anpressung und Rückstellvermögen. Als Richtwert wird für die Shorehärte typischerweise eine Toleranz von ± 5 Shore A erwähnt. Diese Angabe ist laut den vorliegenden Fachinformationen als Richtwert zu verstehen und ersetzt keine konkrete Abstimmung für das Bauteil.
Rückfragen vor der Fertigung
Technische Rückfragen sind sinnvoll, wenn sie eine Fehlentscheidung verhindern. Klären Sie insbesondere, ob das Material bereits festgelegt ist, ob Alternativen zulässig sind und welche Maße für die Dichtwirkung entscheidend sind. So lässt sich die Anfrage nicht nur schneller bearbeiten, sondern auch sauber dokumentieren.
Vom Prototyp bis zur Serie
Eine maßgefertigte Dichtung sollte nicht erst bei der Serienfreigabe technisch bewertet werden. Der Prototyp dient dazu, Geometrie, Werkstoff und Einbau gemeinsam zu prüfen.
Entwicklung und Erstmuster
Beim Erstmuster sollten Sie die Prüfkriterien vorab festlegen. Dazu gehören Maßprüfung, Sichtprüfung, Montage und gegebenenfalls eine anwendungsbezogene Funktionsprüfung. Definieren Sie außerdem, welche Abweichungen eine Nacharbeit auslösen und welche Änderungen dokumentiert werden müssen.
SDGummi bietet Entwicklung und Fertigung vom Prototypen bis zur Serienproduktion. Dieser Ablauf ist besonders hilfreich, wenn aus einem Muster zunächst eine belastbare Zeichnung oder aus einem Bestandsprodukt eine wirtschaftlichere Alternative entstehen soll.
Wirtschaftliche Optimierung von Bestandsprodukten
Eine neue Dichtung muss nicht zwingend eine komplette Neukonstruktion bedeuten. Häufig liegt der sinnvollere Ansatz in einer präziseren Werkstoffauswahl, einer angepassten Härte, einer verbesserten Kontur oder einer Fertigungsvariante, die zur vorhandenen Einbausituation passt.
Dafür sollten Sie das aktuelle Problem sachlich beschreiben: Wo tritt der Ausfall auf? Bei der Montage, im Betrieb, bei der Reinigung oder erst nach längerer Nutzung? Ohne diese Information bleibt die Ursachenanalyse unvollständig.
Freigabe für die Serienfertigung
Vor der Serie müssen Zeichnungsstand, Materialbezeichnung, Toleranzen und Prüfmerkmale zusammenpassen. Änderungen am Elastomer oder an der Geometrie sollten nachvollziehbar dokumentiert werden. Das erleichtert spätere Nachbestellungen und verhindert, dass eine alte Version erneut angefragt wird.
Fazit
Gummidichtungen Maßgefertigt anzufragen bedeutet mehr, als eine Kontur zu übermitteln. Für eine belastbare technische Bewertung brauchen Sie Zeichnung oder Muster, funktionskritische Maße, Toleranzen, Werkstoffangaben sowie konkrete Informationen zu Medium, Temperatur, Druck und Reinigung.
Besonders bei CIP-Anwendungen zeigt die Fachpraxis, dass ein Werkstoffkurzzeichen allein nicht genügt. Normbezüge wie DIN 7715-5 und DIN ISO 1629 können die Kommunikation unterstützen, müssen aber zur tatsächlichen Anwendung passen. Laut webstore.ansi.org (o.J.) beschreibt DIN ISO 1629 die Einteilung und Kurzzeichen für Kautschuk und Latices.
Bereiten Sie Ihre Anfrage mit der Checkliste aus diesem Beitrag vor und kennzeichnen Sie offene Punkte eindeutig. SDGummi kann anschließend prüfen, ob eine vorhandene Lösung, eine Anpassung oder eine neue Entwicklung für Ihr Bauteil sinnvoll ist. Laut SDGummi (o.J.) umfasst das Angebot individuell und maßgenau gefertigte Gummidichtungen nach Zeichnungen oder Mustern.
Häufig gestellte Fragen
Welche Angaben brauche ich für eine schnelle Anfrage zu Gummidichtungen nach Zeichnung?
Sie benötigen mindestens Kontur, Maße, Materialstärke, Toleranzen, gewünschten Werkstoff oder Einsatzbereich sowie Angaben zu Medium und Temperatur. Ergänzen Sie Druck, Bewegung, Montage, Reinigungsverfahren und Stückzahl, sofern bekannt. Eine Zeichnung, 3D-Datei, Skizze oder ein Muster erleichtert die technische Prüfung. Laut SDGummi (o.J.) können Zeichnungen oder Muster als Grundlage für die individuelle Fertigung dienen.
Warum sind Angaben zum Einsatzmedium und zur Temperatur wichtig?
Der Hauptgrund ist die unterschiedliche Beständigkeit von Elastomerwerkstoffen. Eine Dichtung muss ihre Funktion unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen behalten. Geben Sie deshalb Prozessmedium, Reinigungsmittel, Temperaturspitzen, Kontaktdauer und Druck an. Die Bezeichnung „Gummi“ oder ein allgemeiner Werkstoffname reicht für eine sichere Auswahl nicht aus.
Welche Rolle spielen CIP-Reinigungsmedien bei EPDM?
CIP-Reinigungsmedien können die Werkstoffauswahl erheblich beeinflussen. Ein Versuchsprojekt von Busak+Shamban untersuchte diesen Einfluss; laut KGK Rubberpoint zeigten sich innerhalb der Werkstoffgruppe EPDM sehr große Qualitätsunterschiede. Deshalb sollten Reinigungschemie, Temperatur und Ablauf in der Anfrage ausdrücklich genannt werden.
Welche Normen helfen bei Toleranzen für Gummidichtungen?
DIN 7715-5 behandelt Maßtoleranzen für Gummiplatten und Produkte aus Platten. Sie kann als technischer Orientierungsrahmen dienen, muss aber zur Geometrie und Funktion passen. Für Werkstoffkurzzeichen beschreibt DIN ISO 1629 ein allgemeines Klassifizierungssystem für Kautschuktypen. Laut webstore.ansi.org (o.J.) umfasst DIN ISO 1629 die Einteilung und Kurzzeichen für Kautschuk und Latices. Beide Angaben ersetzen keine anwendungsbezogene Abstimmung.
Wie helfen Kurzzeichen bei der Werkstoffspezifikation?
Kurzzeichen schaffen eine einheitliche Kurzform für chemische Bezeichnungen wichtiger Polymere. DIN ISO 1629 ordnet Kautschuktypen nach der chemischen Zusammensetzung der Polymerkette. Laut Wikipedia (o.J.) dienen Kurzzeichen bei Kunststoffen und Kautschuken der verkürzten Werkstoffkennzeichnung. Für eine vollständige Anfrage sollten Sie das Kurzzeichen dennoch mit Härte, Temperatur, Medium, Farbe und besonderen Anforderungen kombinieren.
